Forschungsfokus Papillomviren

Unser Unternehmen beschaeftigt sich in Zusammenarbeit mit führenden Instituten und Universitäten mit Fragen der Biologie und Pathogenese der Humanpapillomviren. Durch Expression des L1-Gens allein oder zusammen mit dem L2-Gen können in unseren Labors virusaehnliche Partikel (VLP) synthetisiert werden. Mit diesen Partikeln untersuchten wir die Bindung und Aufnahme von Humanpapillomviren durch menschliche Zellen. Hela-Zellen können beispielsweise etwa 20.000 solcher Partikel pro Zelle hochaffin binden. Kompetitions- und Inhibitions-Experimente mit SV40-Virionen, Capsomeren, monoklonalen Antikörpern u. a. bestätigen die Spezifitaet der Bindung. Die Ergebnisse enzymatischer Behandlungen der Zelloberflächen legen nahe, daß ein stark konserviertes Protein hieran beteiligt ist. Durch immunelektronenmikroskopische Untersuchungen konnte gezeigt werden, daß VLPs in kleinen Vesikeln ins Zellinnere transportiert werden.

In unseren Labors gelang auch durch Synthese der Capsidproteine in COS-Zellen, die Herstellung von Pseudovirionen, die einen genetischen Marker auf andere Zellen übertragen können (Pseudoinfektion).

Durch die Veränderung der Eigenschaften von HPV-Hüllproteinen wird in unseren Labors die Verpackung verschiedener Substanzen in VLPs optimiert. Dadurch soll es ermöglicht werden, solche veränderten VLPs als Zelltransfervehikel zu nutzen. Dabei steht die Applikation von Wirkstoffen und der Einsatz als Gentransfervehikel im Mittelpunkt unserer Forschung.

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